Lexikon


Abstützreaktion (Abfanghaltung)

Ein Reflex, der zur Streckung der Arme führt und dem Schutz des Körpers und des Gesichts beim Fallen dient.


Adiadochokinese

Unfähigkeit, eine Bewegungsrichtung schnell zu ändern z. B. schnelles Handdrehen.


Agonist

Muskel, der eine Bewegung ausführt.


Anamnese

Vorgeschichte eines Patienten.


Anpassungsreaktionen

Eine angemessene Handlung, mit der ein Individuum sinnvoll auf einen aus seiner Umgebung stammenden Reiz reagiert. Anpassungsreaktionen bewirken gute sensorische Integration und fördern auch die durch Sinneseinwirkung hervorgerufenen Verarbeitungsprozesse. "Empfindungen sagen dem Gehirn, was der Körper tut, das Gehirn dem Körper, was zu tun ist.


Antagonist

Muskel, der eine dem Agonisten entgegengesetzte Bewegung ausführt.


Aphasie

Die Unfähigkeit zu sprechen und manchmal auch des Verständnisses eines gesprochenen oder geschriebenen Wortes.


Apraxie

Der Mangel an Geschicklichkeit oder Bewegungsplanung. Wenn man sie bei Kindern beobachtet, liegt eine Funktionsstörung der sensorischen Integration vor, welche die Planung und Ausführung dem Kind nicht vertrauter Aufgaben behindert.


Assoziierte Reaktion

unwillkürliche Mitbewegungen von Muskelgruppen bei Anspannung anderer Muskelgruppen.


Ataxie

(griech.: "ohne Ordnung") Störung der Bewegungskoordination.


Athetose

(griech.: "ohne feste Stellung") Bewegungsstörung mit überschießenden unwillkürlichen Bewegungen.


ATNR

Asymmetrisch tonischer Nackenreflex.


Auditiv (akustisch)

Den Sinn des Hörens betreffend.


Autismus

Eine Form von Hirnstörung, die die Fähigkeit des Kindes herabsetzt, Beziehungen zu Personen, Gegenständen oder Ereignissen aufzunehmen.


Basissinne

Tastsinn (Taktiles System), Gleichgewichtssinn (Vestibuläres System) und Bewegungssinn (Propriozeptives System)


Beidseitige Gleichgewichtsstörung

Eine Störung der sensorischen Integration, welche durch unterreagierende Gleichgewichtsreaktionen verursacht wird. Sie ist charakterisiert durch einen kurzdauernden, postrotatorischen Nystagmus, mangelhafte Zuordnung der beiden Körperhälften zu den entsprechenden Gehirnabschnitten und Schwierigkeiten beim Erlernen von Lesen und Rechnen.


Bewegungsplanung

Siehe Motorisches Planen.


Bimanuell

Mit zwei Händen.


Bipedal

Mit zwei Füßen.


Contralateral

Auf der gegenüberliegenden Seite.


Deprivation

Vereinsamung


Desensibilisierung

unempfindlichmachen


Diadochokinese

schnelle Bewegungsrichtungsänderung


Diparese

Bewegungsstörung der unteren Extremitäten.


Disposition

Veranlagung, Krankheitsbereitschaft.


Dissoziation

Exakte Einzelbewegung eines Körperteils.


Distal

Vom Rumpf entfernt.


Dominanz

Bevorzugung eines Körperteils auf einer Körperseite.


Dorsal

Rückseitig - zur Rückseite hin.


Dysgrammatismus

Die Stellung der Buchstaben im Wort und der Wörter im Satz wird falsch gebildet.


Dysmetrie

Falsche Abmessung von Zielbewegungen.


Dyspraxie

Mangelhafte Fähigkeit, die Extremitäten geschickt einzusetzen oder Bewegungsplanung durchzuführen. Sie ist eine schwächere Form der Apraxie und kommt häufiger vor.


Dyssynergie

Fehlerhaftes Zusammenwirken von Muskeln.


Dystrophie

Mangelnde Ausbildung der Muskulatur.


Epikritisches System

Beurteilender, erkennender Teil des Tastsinns (Taktiles System).


Extension

Streckung. Der Vorgang der Streckung des gesamten Körpers oder eines Körperteils.


Feinmotorik

Kleinräumige, vor allem die Hände und Finger betreffende Bewegungsabläufe.


Fernsinne

Sehsinn, Hörsinn, Geruchssinn.


Figurgrund-Wahrnehmung

Herausfiltern von Figuren auf komplexem Hintergrund.


Flexion

Beugung. Der Vorgang der Beugung des gesamten Körpers oder eines Körperteils.


Formkonstanz-Wahrnehmung

Wiedererkennen von Symbolen, wie Buchstaben und Zahlen in verschiedenen Farben, Formen, Größen.